
Vita

Werdegang
Marius Michusch, Jahrgang 1993, ist in Deutschland geboren und in einer deutschen Arbeiterfamilie aufgewachsen. Sein Vater ist der algerische Bildhauer und Unabhängigkeitskämpfer Kader Aggad.
Nach mehreren Jahren in Werbe- und Kreativberufen wandte Marius sich dem Klimaaktivismus zu. Seine Fahrradreise zur UN-Klimakonferenz nach Madrid im Jahr 2019 markierte diesen Wendepunkt.
Als Content Partner Manager produzierte er virtuelle Lerninhalte zu Medienkompetenz, Biologie und Geschichte, entwickelte E-Learning-Konzepte mithilfe von LLMs und baute Partnerschaften mit Medienunternehmen sowie Spieleentwicklern auf.
Journalistische und fotografische Arbeiten
Aus der Reise zu Schauplätzen des deutschen Klimaaktivismus entwickelte sich eine eigenständige journalistische Praxis mit Fokus auf den strukturellen Ursachen der Klimakrise.
Seine Arbeiten erschienen unter anderem bei Spiegel Online, Reuters, der United Nations University und in der WOZ. Seine Fotografie „Rückbau der Welt“, entstand während der Proteste am Tagebau Garzweiler II, wurde bei Markus Lanz gezeigt, auf der Bundespressekonferenz diskutiert und entwickelte sich zu einem Internet-Meme über fossile Energien. Sascha Lobo bezeichnete die Aufnahme in seiner Spiegel-Kolumne vom Januar 2023 als eine ikonische Fotografie und als das, was von den Protesten in Lützerath möglicherweise bleiben wird.
Bildsprache und Technik
Michusch fotografiert und filmt vorrangig mit Festbrennweiten aus den 1970er-Jahren, meist Canon FD mit 24 mm f/1,4, 50 mm f/1,4 und 135 mm f/2,5. Diese Objektive haben seinen Stil entscheidend geprägt. Sein visueller Schwerpunkt liegt auf Aufnahmen bei schwachem Licht.
Bei Tag setzt er die kontrastarmen Objektive weit geöffnet ein, oft bei Blende 1,4. Mit analogen Filmkameras war das unüblich. Heutige Digitalkameras liefern allerdings ein sehr scharfes Bild. Die offene Blende nimmt diese Schärfe. In weichen Tagaufnahmen findet auch blühende Natur ihren Platz. Die digitale Filmkamera setzt er so ein, wie es früher bei schweren, umständlich zu bedienenden Filmkameras und teurem Filmmaterial nötig war: vorzugsweise auf dem Stativ und selten in der Hand. Eine Ausnahme bilden seltene Kamerafahrten mit Drohnen wie der DJI Inspire.